Authentischer geht’s nicht: Wandern im Regenwald bei Regen 🌧

Wie schon die letzten Tage klingelt der Wecker um 6 Uhr. Wenn man drĂŒber nachdenkt, dass es in Deutschland 4 Uhr ist denkt man besser doch nicht drĂŒber nach. đŸ€Ș Wir wollen vor den „Massen“ an Touristen los und nicht wie gestern beim Abendspaziergang mit 30 anderen auf einem Fleck stehen und ein Tier anglotzen und fotografieren. Gestern Abend als die Sonne gerade unterging sind wir nach der Ankunft im Regenwald mit gefĂŒhlten 100 😜 (sonst sind wir ja immer nur zu zweit) weiteren Touristen maximal 10 Minuten an einer Straße lang gelaufen, haben 2 Lemurenarten mit Bananen angelockt und 2 ChamĂ€leons beim Schlafen gestört und sind wieder in unseren Offroader gestiegen. Das war Massentourismusabfertigung auf Madagassische Art. Klar, fĂŒr so seltene Tiere in freier Wildbahn (wahrscheinlich verhungern die Armen wenn sie nicht jeden Abend wegen der Touristen mit Bananen gefĂŒttert werden) sind es im Vergleich zu anderen LĂ€ndern wenig, aber hier in Madagaskar sind das sehr viele Touristen.

Wie dem auch sei, dem wollen wir entgehen und sind um 7 Uhr zum Nationalpark Ranomafana aufgebrochen, wo unser Guide (ist Guide besser als FĂŒhrer? Ich bin mir noch nicht soooo sicher) von gestern Abend uns schon in Empfang nimmt. Habe ich schon erwĂ€hnt, dass es regnet? Thomas trĂ€gt seine Regenjacke und ich habe mir also meinen wunderschönen Regenponcho den ich dieses Jahr auf der Boot Messe geschenkt bekommen habe, ĂŒbergeworfen. Wir wollten ja authentischen Regenwald (mit Regen). 😜

In der ersten Stunde sehen wir mehr oder weniger nur Waldboden, weil wir sehr aufpassen mĂŒssen wo wir hin treten, damit wir nicht ausrutschen, stolpern oder hinfallen. Am Aussichtspunkt angekommen machen wir eine Pause unter dem großzĂŒgig Überdachten Picknick Platz, man kann eh nichts sehen. Unser Guide telefoniert mit dem Animal-Spotter und fĂŒhrt uns daraufhin wieder denselben Weg zurĂŒck, aber nach ungefĂ€hr der HĂ€lfte der Strecke biegen wir links ab ins Dickicht. Bald sehen wir ein PĂ€rchen Rotstirn Lemuren, die sich eng zusammen gekuschelt haben. WĂŒrde ich bei dem Regen eigentlich auch gerne machen, aber mein Kuschelpartner und ich glitschen lieber patschenass durch den Regenwald. Kuscheln kann man immer aber faszinierenden Regenwald hat man selten als Ausflugsziel vor der Nase. Wir flutschen langsam weiter durchs Unterholz. Mora-mora! Langsam langsam! Knatsch! Fast bin ich ausgerutscht. 🙈 Irgendwie kann ich mich glĂŒcklicherweise wieder fangen. Wir schliddern weiter und finden noch 2 Bambuslemuren, die aber so weit oben im Baum sitzen, dass man kaum hinsehen kann ohne Regen in die Augen zu gekommen. Nass bis auf die Knochen aber völlig begeistert und in den Bann des Dschungels gezogen kehren wir zurĂŒck zum Auto. Ich wĂŒrde sehr gerne noch einen Tag hier bleiben und diesen einzigartigen bezaubernden Wald noch etwas mehr erkunden, aber nach einer wohltuenden heißen Dusche im Karibotel geht unsere Reise weiter Richtung SĂŒdwesten. Der Abschied vom Regenwald fĂ€llt mir schwer, auch wenn die Aussicht auf eine Übernachtung im Catta Lemuren Revier lockt. NĂ€chstes mal mal mehr Regenwald, bitte! â€ïžđŸŒ§đŸŒłđŸ‚

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